Familienberatung

Beispiele aus unserem Arbeitsalltag

 

Zinsfreie Darlehen

Wir werden sehr häufig auch um Hilfe in Form eines Darlehens angefragt, denn viele Hilfesuchende möchten die Unterstützung nicht "geschenkt", sondern wollen diese selbst wieder zurück zahlen, wenn ihre schwierige Situation überwunden ist. Wir prüfen sehr genau die wirtschaftliche Situation, die Möglichkeiten der weiteren finanziellen Entwicklung und ob es auch wirklich möglich ist, in Raten das Darlehen zurückzuzahlen.
So konnten wir schon einige Darlehen vergeben, z.B. um die Kaution für die neue Wohnung zu zahlen. Dabei machen wir genauso wie das Jobcenter eine Abtretungserklärung - so dass wir die Sicherheit der Rückzahlung haben, wenn das Darlehen noch nicht ganz geleistet ist.


Eine Mutter wusste nicht, wie sie die Wäscheberge von 4 Kindern bewältigen soll, weil die Waschmaschine kaputt gegangen war. Auch dieser Familie konnten wir mit einem Darlehen helfen und in monatlichen Raten wird diese abgezahlt.

Ganz glücklich und stolz ist eine andere Mama - die nun im August 2014 ihre letzte Rate an uns überwiesen hat. Sie ist zurück bei ihrer alten Arbeitsstelle, steht vor einer Gehaltserhöhung, hat die schwierigen Zeiten überwunden und ist sehr zufrieden, dass sie ihre Schulden abgeleistet hat.



Neuer Job & Ferienglück
Frau A. wurde vom Jugendamt an uns verwiesen, da sie dringend eine Finanzierung für die Pfingstferien für ihren Sohn benötigte. Sie hatte die großartige Möglichkeit, wieder Fuß in ihrem Beruf zu fassen - dazu musste sie aber schon mit der Arbeit  in den Ferien beginnen. Doch in der Zeit hatte auch der Kindergarten geschlossen und sie konnte sich keine Tagesmutter leisten, da sie schon länger mit ihrem Sohn ALG II bezogen hatte. Sie wollte aber unbedingt diese Arbeit starten. Die Rosenheimer Aktion hat die Kosten für die Ferienbetreuung in Absprache mit der Tagesmutter übernommen. Wochen später kam Frau A. mit der freudigen Nachricht, sie habe die Probezeit überstanden, habe beste Rückmeldung der Kollegen und des Chefs und sie sei nun wieder die Selbstversorgerin der kleinen Familie. Sie sei sehr dankbar, dass wir ihr diesen Schritt in die Unabhängigkeit mit der Übernahme der Ferienbetreuung möglich gemacht hatten!


Gemeinsam stark

Frau X. würde alles für ihre Kinder tun. Leider ist sie schwer an Krebs erkrankt und hat sich nach langer schwerer Beziehungskrise von ihrem gewalttätigen Mann getrennt. Jetzt ist ihr größter Wunsch, dass auch das jüngste Kind den Schulabschluss gut schafft. Ein Pate gibt schon Hilfe und Unterstützung - doch es bedarf noch weiterer professioneller Nachhilfe, so dass auch diese letzte Hürde geschafft wird. Gemeinsam mit der Mutter finanzieren wir die Nachhilfe durch eine Lehrkraft und hoffen, dass auch bald die Zusage von der Ausbildungsstelle kommt. Weitere Hilfe können wir durch die tollen Kleiderspenden leisten. Durch die Teilnahme an unserem kleinen "Kleiderkreisel" kann einiges an Geld beim Kleiderkauf gespart werden. 


Alle für einen

Die Familie E. hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Aufgrund einer unentdeckten Viruserkrankung ist eines der sechs Kinder erkrankt und wird nach langem Krankenhausaufenthalt jetzt von der Familie versorgt. Die Eltern und auch die Geschwister kümmern sich liebevoll um die Pflege. Es wurden viele Therapien versucht – auch zum Teil teure Medikamente und Naturheilmittel, weil die Hoffnung noch groß ist, dem Kind zu helfen. Die Eltern bekommen bei uns Beratung und Unterstützung, sowie auch finanzielle Hilfe für das kranke Kind.

Ein großer Schritt

Frau U. ist seit kurzem alleinerziehend mit ihren 3 Kindern, denn sie hat sich nach einer schweren Trennungsphase vom ihrem alkoholkranken Mann getrennt. Die Unterhaltszahlungen müssen eingeklagt werden, sie bekommt Unterstützung vom Jugendamt und kämpft jetzt für ein normales Familienleben. Durch den Migrationshintergrund der Mutter, ist Unterstützung auch gefragt, um eine neue Arbeit zu finden, bzw. sich jetzt zu stabilisieren.



Und "plötzlich" war der Strom weg

Frau Y. war geschockt, als bei ihr der Strom abgeschaltet wurde - natürlich nicht von heute auf morgen, sondern nach etlichen Schreiben und Mahnungen des Stromanbieters. Doch Frau Y. hatte diese in gewisser Weise ignoriert, bzw. gehofft, sie könne die größere Nachzahlung doch leisten. Nachdem der Strom gekappt war, wurde Frau Y. über das Jugendamt in ihrer Verzweiflung an uns verwiesen. Nach einem langen Beratungsgespräch, bzw. in Folge mehrere, haben wir ihre finanzielle Situation beleuchtet, nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht, um weitere hohe Zahlungen zu vermeiden. Frau Y. hatte ihrer Tochter nicht "gebeichtet", dass der Strom abgeschaltet wurde, sondern es auf die Elektrogeräte geschoben und über die Nachbarschaft mit einem Kabel überbrückt. Wir haben gemeinsam mit der Stiftung Protegoon Frau Y. mit einem Darlehen unterstützt. An den Einsparungen bei Frau Y wird weiter "gearbeitet".


Starthilfe für den Neuanfang

Frau Z. hat einen Schlusstrich unter das vergangene Leben gemacht - ein Leben mit falschen Freunden und leider mit verschiedensten Suchtmitteln. Durch die professionelle Hilfe in einer Klinik kann jetzt mit den Kindern der Neustart beginnen. Dazu waren aber noch einige Hürden zu nehmen, manche wegen fehlender Kommunikation mit den Ämtern - evtl. auch verspätete Rückmeldungen. Durch unsere guten Kontakte zu den Jobcentern und den Ämtern konnten wir fehlende Unterlagen noch rechtzeitig einreichen, so dass der Umzug finanziert und organisiert werden konnte. Frau Z. hat sich sehr über unsere Hilfe und unser Engagement gefreut und wir wünschen der Familie einen guten Neubeginn. Unser großes Ansinnen ist Hilfe zur Selbsthilfe, bzw. die Unterstützung zu einem selbständigen Leben.


Unterstützung für den Vollzeitpapa

In der Familie M. versorgt der Vater die 4 kleinen Kinder zum Großteil alleine, da Frau M. psychisch erkrankt ist. Sie kann ihm wenig Hilfe geben. Die beiden großen Kinder aus erster Beziehung sind zwar außer Haus – brauchen aber eigentlich auch noch die Unterstützung von der Mutter, die sie nicht geben kann. Die Familie lebt vom ALG II – Herr M. nimmt an Maßnahmen von der Arbeitsagentur teil, allerdings nur vormittags, da er sich danach um die Kinder kümmert. Die Familie lebt am Existenzminimum und notwendige Ausgaben und auch so manche Ausstattung für die Kinder übernimmt die Aktion. Ebenso bekommen sie auch immer wieder Bekleidung, aus unserem Sachspendenlager. 

Ein neues Zuhause in Deutschland

Frau W. hat lange unter den gewalttätigen Ausbrüchen ihres Mannes gelitten, aber immer noch auf ein normales Familienleben gehofft. Als der Vater auch gegen die 3 Kinder gewalttätig wurde, ist sie mit ihren Kindern geflohen und muss sich jetzt eine neue Heimat für sich und ihre Kinder aufbauen. Die Aktion unterstützt sie mit Beratung und finanzieller Hilfe.